Stiftung Auge stellt Maßnahmen zur besseren augenärztlichen Versorgung in Seniorenheimen vor

Augenärztliche Versorgung gelangt oft nicht zu den Bewohnern von Seniorenheimen. Dies hat die Studie OVIS („Ophthalmologische Versorgung in Seniorenheimen“) der Stiftung Auge belegt. Um die augenärztliche Versorgung dieser Menschen zu verbessern, hat die Stiftung jetzt einen Maßnahmenkatalog entwickelt. Die Stiftung Auge stellt ihre Forderungen, die gemeinsam mit Bündnispartnern an einem Runden Tisch entwickelt wurden, im Rahmen einer Pressekonferenz im Mai in Berlin vor. Die erarbeiteten Maßnahmen umfassen unter anderem, dass ein augenärztlicher Befund mit einer Empfehlung vor dem Einzug in eine Pflegeeinrichtung standardisiert dokumentiert werden soll. Außerdem soll das Thema „Auge“ in der Pflegeausbildung gestärkt werden und ein Transport zum Augenarzt gewährleistet sein.

In der OVIS-Studie befragten und untersuchten Ärzte von 14 Augenkliniken Bewohner in deutschlandweit 32 Heimen. Ergebnis: Der letzte Augenarztbesuch der Studienteilnehmer lag durchschnittlich vier Jahre zurück. Rund die Hälfte gab dabei den Transport als größte Hürde an, die Expertise eines Augenarztes in Anspruch zu nehmen. Zu den häufigsten festgestellten Erkrankungen zählten Grauer Star, altersabhängige Makuladegeneration und Grüner Star. Nicht selten fehlte es schlicht an einer passenden Brille für die Nähe und die Ferne.

Sämtliche Informationen zur OVIS-Studie der Stiftung Auge finden Sie gesammelt auf weiter-sehen.org