Projekt des ABSV „Rund ums Auge – gut beraten“

Über den ABSV und die Vortragsreihe „Rund ums Auge – gut beraten“
Der Allgemeine Blinden und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e.V. vertritt als Selbsthilfeorganisation die Interessen von Menschen, die blind oder wesentlich sehbehindert sind oder als Patienten mit einer bedrohlichen Augenerkrankung der Beratung oder Unterstützung bedürfen. Im Rahmen seiner satzungsmäßig verankerten Ziele soll der Patientenorientierung eine größere Bedeutung zukommen, damit die Interessen dieser Gruppe im Gesundheitswesen gestärkt werden können.
Diesen Zielen ist das folgende Projekt zugeordnet, das dazu beitragen soll, durch verbesserte Information und getragen vom Selbsthilfegedanken die Versorgung von Augenpatienten zu optimieren. Aufgrund gesammelter Erfahrungen wird ein Bedarf an einer Ausdehnung des bisherigen Informationsangebots des ABSV gesehen. Es richtet sich – unabhängig von einer Mitgliedschaft im ABSV – speziell an Augenpatienten und ihre Angehörigen, unabhängig vom Krankheutsbild oder vom aktuellen Sehvermögen des Betroffenen. Häufige Diagnosen sind Altersabhängige Makula-Degeneration, Glaukom (Grüner Star) und diabetische Netzhauterkrankung.
Es gibt jedoch noch weitere Ursachen für Sehbehinderung oder drohende Erblindung, über die ebenfalls fachkundig informiert werden soll. Augenpatienten und ihre Angehörigen sollen besser und möglichst frühzeitig erreicht werden. Sie sollen beraten und dabei unterstützt werden, mit ihrer Seheinschränkung leben zu lernen. Sie sollen gut informiert sein, um ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können.

Projektbeschreibung
Seit mehreren Jahren veranstaltet der ABSV die medizinische Vortragsreihe „Rund ums Auge – gut beraten“ und lädt hierzu Spezialisten der Augenheilkunde ein, über die bekanntesten Augenkrankheiten in einer für den medizinischen Laien verständlichen Sprache vor Betroffenen und Angehörigen zu referieren.
Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referenten die persönlichen Fragen der Teilnehmer. Die Augenpatienten erhalten ausführliche Informationen über den aktuellen Forschungsstand der bekanntesten Augenkrankheiten sowie zu deren Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus erhalten Sie Ratschläge für den Umgang mit ihrer Krankheit. Vor und nach den Vorträgen können sich die Teilnehmer über die weiteren unterstützenden Angebote des ABSV informieren.

Die Vortragsreihe zielt darauf ab, dass Augenpatienten über die Informationen ihres Augenarztes hinaus von anerkannten Experten zusätzliche Informationen zu ihrer Augenerkrankung sowie zu möglichen Behandlungsoptionen erhalten. Damit können ihnen die Ängste genommen und Sicherheit vermittelt werden. Viele Besucherinnen und Besucher der Vortragsveranstaltungen haben bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal Kontakt mit dem ABSV. Dabei erfahren sie, welche Möglichkeiten es gibt, mit einem eingeschränkten Sehvermögen ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die bisherigen Veranstaltungen, die hauptsächlich in den Räumen des ABSV bis zu sechs Mal im Jahr stattgefunden haben, wurden von den Betroffenen gut angenommen, teilweise mussten sogar Wartelisten für die Folgeveranstaltungen angelegt werden.

Mit diesem Projekt möchte der ABSV die Vortragsreihe quantitativ und örtlich ausweiten, um einen größeren Kreis von Betroffenen und deren Angehörigen anzusprechen sowie mobilitätseingeschränkten Augenpatienten die Möglichkeit zu geben, die Vorträge in Wohnortnähe besuchen zu können. Für die Durchführung der Veranstaltungen in den einzelnen Berliner Stadtbezirken sucht der ABSV die enge Zusammenarbeit mit den Bezirks-und Stadtteilgruppen des ABSV und vereinbart Kooperationen mit den Bezirksämtern.

Zielgruppe des Projekts
Die meisten Menschen werden nicht mit ihrer Augenerkrankung geboren, sondern bekommen diese erst im Laufe ihres Lebens, meist erst im Alter. Das bedeutet, dass sie nicht nur die Behandlung der Krankheit verkraften müssen, sondern auch akzeptieren müssen, dass in vielen Fällen eine Heilung nicht möglich ist und sie mit dem eingeschränkten Sehvermögen bzw. der Erblindung leben müssen.
Diesen Menschen kann der ABSV helfen: mit sozialpädagogischer und psychologischer Beratung, mit Hilfsmitteln und mit Rehabilitationsmaßnahmen. Die Aufklärung über die Augenkrankheiten in Verbindung mit Hilfsangeboten für blinde und sehbehinderte Menschen – das ist das Erfolgsrezept von „Rund ums Auge – gut beraten“.
Von der Vortragsreihe profitieren jedoch auch die Menschen, die bereits länger mit einer Augenerkrankung leben. Auch sie informieren sich gerne über die neuesten Forschungsergebnisse und folgen den Empfehlungen unserer Experten.

Projektziele

  • Information und Aufklärung Betroffener über die häufigsten Augenkrankheiten, deren Ursachen, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten sowie über Beratungs-und Hilfsangebote
  • Gewinnung neuer Interessengruppen (z.B. Eltern augenerkrankter Kinder)
  • Aufzeigen der Chancen, welche die Selbsthilfe für Betroffene bietet
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrades des ABSV und seiner Beratungs-und Hilfsangebote

Weitere Informationen zum ABSV und der aktuellen Vortragsreihe finden Sie hier.

Fördersumme: 2.500 Euro

absv